
Mitglieder der EMF veranstalteten am 23. Juli 2026 ein Satellitensymposium im Rahmen des Kongresses der Nutrition Society in Newcastle, Großbritannien.
Das Symposium befasste sich mit dem Thema „Die Rolle von Milchprodukten bei der Verwirklichung einer gesunden und nachhaltigen Ernährung in Europa: Überbrückung ernährungsphysiologischer und sensorischer Lücken‘
Unter dem gemeinsamen Vorsitz von Prof. Ciarán Forde und Dr. Pol Grootswagers von der Wageningen University and Research befasste sich die Sitzung mit der potenziellen Rolle der sensorischen Eigenschaften von Milchprodukten bei der Förderung des Übergangs zu gesünderen und nachhaltigeren Ernährungsgewohnheiten in Europa und untersuchte, wie diese dazu beitragen können, dass der Nährstoffbedarf gedeckt wird.
Klicken Sie auf eine Präsentation, um sie herunterzuladen:
Dr. Anestis Dougkas, Institut Lyfe Forschungs- und Innovationszentrum, Lyon
Sinneswahrnehmung und Essverhalten: Warum Milchprodukte eine wichtige Rolle spielen
In seinem Vortrag hob Dr. Anestis Dougkas hervor, dass das Verständnis dafür, wie die sensorische Wahrnehmung das Essverhalten beeinflusst, entscheidend ist, um die Kluft zwischen Ernährungsempfehlungen und den tatsächlichen Ernährungsentscheidungen zu überbrücken. Am Beispiel von Milchprodukten veranschaulichte er, wie die Milchproduktmatrix eine einzigartige Kombination aus Geschmack, Textur und Mundgefühl erzeugt, die zum Genuss und zur Akzeptanz von Lebensmitteln beiträgt. Auf diese Weise können Milchprodukte als kulinarische Brücke innerhalb eher pflanzenbetonter Ernährungsmuster dienen, indem sie die sensorische Attraktivität steigern, Akzeptanzbarrieren abbauen und die Einhaltung der Ernährungsempfehlungen unterstützen.
Dr. Aifric O’Sullivan, University College Dublin
Auf der Grundlage ihrer Forschungsarbeit an der University College Dublin präsentierte Dr. O’Sullivan Erkenntnisse aus der MyPlanetDiet-Studie, die zeigen, dass diejenigen Teilnehmer, die täglich 2 bis 3 (oder mehr) Portionen Milchprodukte zu sich nahmen, eine ausreichende Zufuhr an Kalzium, Jod sowie den Vitaminen B2 und B12 erreichten, während dies bei denjenigen mit geringerer Zufuhr dies nicht gelang. Die Menge der in der Studie konsumierten Milchprodukte hatte keinen Einfluss auf die Treibhausgasemissionen. Die Ergebnisse der MyPlanetDiet-Studie deuten darauf hin, dass ein höherer Konsum von Milchprodukten dazu beitragen kann, das Risiko eines Mikronährstoffmangels zu verringern, ohne die Treibhausgasemissionen zu erhöhen.
Download der Symposiumsbroschüre
Sehen Sie sich das Symposium an