Der französische Milchsektor ist sich seiner Auswirkungen auf den Klimawandel bewusst und hat sich verpflichtet, seinen CO2-Fußabdruck1 zwischen 2016 und 2025 um 17 % pro Liter Milch, der die Fabrik verlässt, zu reduzieren.
Das Programm für kohlenstoffarme Milchviehbetriebe, das auf einem 2013 entwickelten Diagnoseinstrument basiert, hilft Landwirten bei der Kontrolle ihrer Treibhausgasemissionen und fördert gleichzeitig die Kohlenstoffspeicherung im Boden durch Hecken und Grünland. Inzwischen wurden 1 600 Berater in diesem Instrument geschult, und mehr als 17 000 Betriebe haben bereits davon profitiert.
Wir verzeichnen bereits einen Rückgang der Emissionen um 3,5 % zwischen 2016 und 2019. Bis 2025 sollen alle Milchviehbetriebe im Kampf gegen den Klimawandel unterstützt werden.
In wirtschaftlicher Hinsicht können Landwirte, die dies wünschen, vom Markt für Emissionsgutschriften profitieren. Dank der positiven Auswirkungen ihrer Tätigkeit werden sie in der Lage sein, die vermiedenen Emissionen und den im Boden oder in Hecken gespeicherten Kohlenstoff zu handeln, was zu einer möglichen Verbesserung ihrer Vergütung führt. Der Sektor hat seinen Kohlenstoff-Fußabdruck zwischen 1990 und 2010 um 20 % pro Liter produzierter Milch verringert.
Bewahrung der natürlichen Ressourcen
Die Milchviehhaltung trägt durch die Beweidung, die Pflege von Hecken und die Bewirtschaftung von Parzellen zur Erhaltung der Freiräume (Erhaltung der spezifischen Fauna und Flora, Brandverhütung usw.) und zur Bewahrung der typischen französischen Landschaften bei. Sie wertet auch Gebiete auf, in denen es schwierig wäre, eine andere wirtschaftliche Tätigkeit auszuüben (Sommerweiden, Berge, Sümpfe usw.). Sie bewahrt die biologische Vielfalt (Fauna und Flora) sowohl auf dem Boden als auch in den Böden.
Die Frage der Erhaltung der biologischen Vielfalt ist in diesem Sektor sehr wichtig, insbesondere im Hinblick auf die als "gewöhnlich" bezeichnete biologische Vielfalt (d. h. häufige Arten und Landschaften, die zum ordnungsgemäßen Funktionieren von Ökosystemen beitragen, die Dienstleistungen für den Menschen erbringen). Um den Landwirten zu helfen, diese Fragen zu berücksichtigen, steht ihnen ein Instrument namens Biotex zur Verfügung.
Dieses vom Institut de l'Élevage mit Unterstützung des CNIEL entwickelte Instrument ermöglicht es ihnen, die Zusammenhänge zwischen der biologischen Vielfalt in ihrem Gebiet und ihrem Betrieb durch die Bewirtschaftung von Grünland, Feldfrüchten und Landschaften besser zu verstehen.



